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Steinzeit

500.000 – 2.200 v. Chr.

Alt- und Mittelsteinzeit: Die lange Epoche der Alt- und Mittelsteinzeit (500.000–6.000/5.500 v. Chr.) liegt nach wie vor im Dunkeln. Mutmaßliche Quarzitartefakte, z. B. von den Nidderterrassen gegenüber Eichen, sind nicht genauer untersucht; Ähnliches gilt für leider verschollene Altfunde vom Gelände der ehemaligen Ziegelei Ostheim. Lediglich ein Steingerät von einem Hang südlich des Junkerwaldes kann etwas genauer in die mittlere Altsteinzeit um 100.000 v. Chr. datiert werden.

Jungsteinzeit: Erst lange nach der Eiszeit beginnt mit der Jungsteinzeit (5.500–2.200 v. Chr.) eine flächige Besiedlung der Region. Es entstehen Dorfanlagen mit festen Häusern, und die heutige Landwirtschaft nimmt mit Viehzucht und dem Anbau von Kulturpflanzen ihren Anfang. Aus dem Alltag jener Zeit sind vor allem Tongefäße und Steingeräte, darunter geschliffenes Werkzeug, durch Ausgrabungen gesichert. Durch Oberflächenfunde sind zahlreiche jungsteinzeitliche Siedlungen aus den Gemarkungen der Ortsteile Erbstadt, Heldenbergen, Ostheim und Windecken bekannt.

Zu den ältesten dieser Stationen zählt eine Fundstelle westlich von Ostheim. Zwei Grabungskampagnen (1995 und 1997) erbrachten nicht nur zahlreiche Funde der sog. Ältesten Bandkeramik – darunter ein Idol eines Frauenköpfchens –, sie erlaubten auch die Dokumentation von vier Hausgrundrissen mit Pfostenstellungen und Wandgräbchen. Im Baugebiet Am Lindenbäumchen, Heldenbergen, fanden sich weitflächig Gruben, Hausgrundrisse und Kreisgräben einer jüngeren Bandkeramik; im Frühjahr 2000 wurde dort zudem erstmals im unteren Niddertal eine Station der Rössener Kultur untersucht.

In den Neubaugebieten Schlosspark II, Beethovenallee und um das neue Rathaus in Heldenbergen kamen von 1989 bis 1995 erstmals in der Region Befunde der seltenen Bischheimer Gruppe und der Michelsberger Kultur (4.200–3.200 v. Chr.) zu Tage. Eine aufwändige Grabanlage von Allee Süd I gehört in die kaum bekannte Frühphase der Michelsberger Kultur und weist westeuropäische Einflüsse auf. Auch das Grab eines etwa 14-jährigen Jungen aus der spätkupferzeitlichen Glockenbecherkultur (um 2.400 v. Chr.) ist noch eine Einzelerscheinung im westlichen Main-Kinzig-Kreis.

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