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Römerzeit

ab der Zeitenwende

Ab der Zeitenwende beginnt die römische Okkupation die spätkeltische/frühgermanische Besiedlung zu überlagern. Bekannt sind hier die Erdlager und die Zivilsiedlung Heldenbergen. Die Veröffentlichung der Ausgrabungen 1973–1979 ist in der Stadtbücherei zugänglich; eine Eiluntersuchung von 1997/98 war Thema einer Magisterarbeit. Die römische Zivilsiedlung, die länger als das Kastell Bestand hatte, wurde vor der Mitte des 3. Jahrhunderts zerstört.

Römische Gutshöfe (villae rusticae) sind aus allen Ortsteilen bekannt; erst in jüngster Zeit wurde durch die Aufmerksamkeit eines Landwirtes in Erbstadt ein großes römisches Landgut entdeckt. Neue Funde legen nahe, dass sogar ein Teilstück des Limes durch Nidderau führte. In der Windecker Eugen-Kaiser-Straße kam bei Bauarbeiten ein Spitzgrabenprofil zu Tage.

Bei einer Voruntersuchung in Hanau-Mittelbuchen wurden zwei kleine römische Erdlager entdeckt, begleitet von einem geradlinig verlaufenden Spitzgraben. Der Windecker Spitzgraben liegt direkt in dessen Flucht und ergänzt die Beobachtungen. Beide Befunde zusammen bestätigen einen frühen Limesverlauf von Seligenstadt über Hainstadt und Hanau bis Oberflorstadt – wodurch auch die Erdlager von Nidderau-Heldenbergen als Limesbefestigungen erklärbar würden. Dieser frühe Limes verliefe relativ geradlinig in Nord-Süd-Richtung von Inheiden bis Heldenbergen.

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